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CDU Neustadt

Festveranstaltung zum Tag der deutschen Einheit

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Tag der seutschen Einheit Brigitte Hayn konnte rund hundert Mitglieder und Gäste zur Festveranstaltung anlässlich des Tags der deutschen Einheit 2008 begrüßen. Sie betonte, wie notwendig es sei, nicht zu vergessen welches Unrechtssystem die DDR war. Umfragen hätten ergeben, dass viele Schüler der Meinung seien in der DDR habe es freie Wahlen gegeben. Die CDU-Fraktion im Landtag habe einen Antrag eingebracht, der darauf abziele, die Geschichte der DDR, das Wesen und die Folgen dieser Zweiten Diktatur auf deutschem Boden stärker im Schulunterricht zu thematisieren.

Die Abgeordnete des Sachsen-Anhaltischen Landtages Angela Gorr ist zwar im Westen, unmittelbar an der innerdeutschen Grenze, aufgewachsen, der größte Teil ihrer Familie lebte jedoch in der DDR. So konnte sie unmittelbar und aus erster Hand erleben, wie der "antifaschistische Schutzwall" aufgebaut wurde und wie das Regime mehr und mehr Einfluß auf das Leben der Bürger nahm. Nach der Wiedervereinigung siedelte sie nach Wernigerode um und ist heute Abgeordnete des Wahlkreises Wernigerode und Oberharz. Sie warb um Verständnis für die Deutschen aus der früheren DDR, die mit einem Schlag ihr ganzes Leben ändern mussten, alles war plötzlich anders. Mit Zahlen belegte sie, dass es immer noch viele Menschen gibt, die Vorbehalte gegenüber unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung haben. "Das Zusammenwachsen wird noch einige Zeit brauchen!" sagte sie. Sie selbst habe sich schnell in Ihrer neuen Umgebung zurechtgefunden. Immerhin gab es viel gemeinsames wie Musik, Literatur und Hobbys - und mit Offenheit gegenüber anderen liessen sich auch die trennenden Momente überwinden. Ihr Credo: "Das Trennende kann nur durch gegenseitiges Kennenlernen, Repekt vor der Biografie des Anderen und Abbau von Vorurteilen überwunden werden!"

Holger Ganzert berichtete von einem Besuch in der DDR vor 18 Jahren. Nur mit dem Personalausweis konnte er in die DDR nicht einreisen, er benötigte ein Idenditätsdokument und wurde an der innerdeutschen Grenze zunächst zurückgewiesen. Eine Reise nach Frankreich, Italien oder in die Schweiz war zu dieser Zeit einfacher. "Eine solche Grenze darf es in Deutschland nie wieder geben!" meinte er.

Nach Ehrung von langjährigen Mitgliedern wurde die Veranstaltung mit dem Absingen der Hymne beendet. Für die musikalische Untermalung sorgten der Leiter der pfälzischen Musikschule in Neustadt Frank Schäffer am Klavier, gesungen hat Sascha Kleinophorst und die Texte von Billy Joel übersetzte ins deutsche Heike Schäffer-Roos.

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