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60 Jahre Israel

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Johannes Gerster zum Dauerkonflikt in Nahost

Johannes GersterPünktlich zum 60sten Geburtstag des Staates Israel in einem Monat referierte Johannes Gerster über dieses äußerst komplexe Thema im bis auf den letzten Platz besetzen Casimirianum. Der Initiator der Veranstaltung, Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer betonte in seiner Begrüßung, dass es zwei Gründe gab, sich dieses Themas anzunehmen:

Einmal ein ganz persönliches, hatte er doch als 1963 Geborener den Dauerkonflikt in den Medien permanent verfolgt und die Thematik hatte ihn nie losgelassen.

Zum Andern die Person Johannes Gersters, den er in Mainz zweimal als Referent erlebte und dessen lebendige und menschliche Darstellung der Konflikte im Nahen Osten ihn fasziniert hatte.

Vortrag Johannes Gerster 60 Jahre Israel

Johannes Gerster, der von 1997 bis 2006 Leiter der Konrad Adenauer Stiftung in Jerusalem tätig war, wies sich dann auch in seinem Vortrag als exzellenter Kenner des Nahost Konfliktes aus. Als „Brückenbauer" pflegte er engen Kontakt zu den maßgebenden Führern der Konfliktparteien. Er schilderte fesselnd die Schlüsselrolle des Iran, der einer der größten Öl- und Gaslieferanten ist und dessen Regierung es bis heute nicht geschafft hat, die soziale Umverteilung der Energie Millionen zu bewerkstelligen. Mit seinen weit reichenden Langstrecken Raketen ist dieses Land eine ständige Bedrohung für Israel und Europa.

Vortrag Johannes Gerster 60 Jahre Israel Johannes Gerster rückte auch das Bild der Palästinenser in ein realistisches Licht, nachdem es für die Führer dieser Gruppe keine Kompromisse gibt. Auch die Rolle der USA unter der Bush Vortrag Johannes Gerster 60 Jahre IsraelAdministration wurde von ihm vor allem wegen des missionarischen Eifers angeprangert. „Man kann in Nahost nur dann Erfolg haben, wenn man Respekt vor dem anders denkenden zeigt, und diesen Respekt versagen die Amerikaner den Menschen," sagte der Referent. Aber es gebe auch Hoffnung. Die Konfliktparteien und vor allem immer mehr arabische Staaten sind kriegsmüde und wollen endlich Frieden. Das könnte auch die Palästinenser dazu bewegen, endlich ihre kompromisslose Haltung aufzugeben. Zum Schluss gab es noch eine lebhafte Diskussion und viele der Zuschauer gingen sicher mit einem revidierten Bild dieses Dauerkonfliktes heim. Dem Referenten Johannes Gerster sei es gedankt.